Digitale Souveränität – wieso wir keine fremden Datenvögte wollen!

Sind Sie das Produkt?!

In einer zunehmend digitalisierten Welt rückt eine zentrale Frage ins Zentrum: Wer bestimmt über unsere Daten – wir selbst, oder mächtige Plattformen und Staaten?
Meine beiden Videos aus dem Jahr 2023 liefern jene scharfe Analyse, die notwendig ist, um diese Frage zu durchdringen:

Digitale Souveränität Teil 1 – Wieso wir unsere Digitale Souveränität brauchen

Digitale Souveränität Teil 2 – Auslöser, Gründe und Handlungsempfehlungen

Untenstehend finden Sie eine textliche Zusammenfassung der beiden Videos.

Dr. Bruno Wildhaber


1 | Fundament: Wieso Digitale Souveränität unverzichtbar ist

Das erste Video definiert Digitale Souveränität als die Fähigkeit von Unternehmen und Individuen, selbst zu entscheiden, was mit ihren Daten geschieht.

  • Ein Recht auf Kontrolle: In Zeiten, in denen Daten zur Währung geworden sind, ist die Kontrolle über das eigene digitale Ich kein Luxus, sondern Grundrecht.
  • Risiken greifbar machen: Abhängigkeiten von Tech-Riesen sind kein abstraktes Problem – sie bedrohen unsere Privatsphäre, unsere wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit, und letztlich die demokratische Selbstbestimmung.

Wer über Daten verfügt, verfügt über Macht. Und wer diese Macht verteilt, entscheidet mit.

2 | Warum geraten wir ins Hintertreffen? Ursachen der Abhängigkeit

Das zweite Video entwirrt die Mechanismen, die unsere Digitale Souveränität untergraben – und liefert ein überraschend klares Bild:

  • Sirenen-Server: Zentralisierte digitale Plattformen, bereitsgestellt durch die dominanten Tech-Anbieter, locken mit Komfort – und fangen (ködern?) uns.
  • Historische Wurzeln: Bezugnahme auf Prinzipien wie das römische Recht zeigt, dass ein zu technokratischer Rechtsrahmen Souveränitätsdefizite begünstigt.
  • Systemische Infrastruktur-Abhängigkeiten: Cloud-Provider, globale Hosting-Strukturen und standardisierte Dienste haben sich verselbständigt – ohne Kontrolle von unten.

Wir sind nicht nur Opfer von Technik – wir sind Opfer einer technokratisch durchdachten Infrastruktur, die Kontrolle zentralisiert und individuelle Handlungsspielräume systematisch verkleinert.


«Wenn etwas nichts kostet, dann bist Du das Produkt!»


3 | Wirkung schlägt Ohnmacht – keine Selbstbestimmung ohne Digitale-Souveränität

Digitale Souveränität ist kein technisches Nice-to-Have, sondern Voraussetzung für unternehmerische und gesellschaftliche Selbstbestimmung:

  • Demokratischer Imperativ: Wenn wir nicht mehr über unsere Daten entscheiden, verlieren wir Einfluss – auf Politik, auf Wirtschaft, auf unsere eigene Zukunft.
  • Der unternehmerische Handlungsspielraum verschwindet, bzw. wird so lange unter Druck gesetzt, bis Dein Marktangebot (Produkt) übernommen wird.
  • Gesellschaftliche Verantwortung: Vor allem öffentliche Einrichtungen – etwa Verwaltungen – dürfen solche Abhängigkeit nicht zulassen. Digitale Autonomie bleibt auch dort Schlüssel zur demokratischen Selbstbestimmung.
  • Handlung statt Resignation: Eine souveräne Digitalpolitik, offene Standards, dezentrale Dienste – das sind keine elitären Szenarios, sondern unbedingt notwendige Gegenstrategien.

„Digitale Souveränität ist keine Wunschvorstellung, sie ist zwingend notwendig, um unsere Autonomie zu gewährleisten.“

 

Sie ist unsere erste Verteidigungslinie. Jeder Klick, jede Datenweitergabe ist nicht nur technisch, sondern politisch. Wenn wir jetzt nicht selbst denken, entscheiden und regulieren – dann tun es andere für uns.

Seit August 2025 ist das krm Mitglied im Netzwerk SDS. :  Das Netzwerk für eine souveräne digitale Schweiz

Das krm unterstützt Sie aktiv bei der Umsetzung einer autonomen Datenstrategie.

 

 

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